Evangelische Stiftung Volmarstein steht wieder auf stabilem Fundament.
„Hier arbeiten Menschen für Menschen. Das kann keine KI ersetzen. Die Mitarbeitenden sind entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens.“ Mit diesen Worten unterstrich Dr. Hans Adolf Burbach, Vorsitzender des Stiftungsrats der Evangelischen Stiftung Volmarstein, beim Jahres-Pressegespräch die Bedeutung der mehr als 4.200 Beschäftigten für die positive Entwicklung der Stiftung.
Die Evangelische Stiftung Volmarstein blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Nachdem 2024 ein negatives Gesamtergebnis erzielt worden war, ist nun die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen. Der Umsatz stieg um 7,4 Prozent auf rund 421 Mio. Euro im Jahr 2025. Gleichzeitig investierte die Stiftung fast 9 Mio. Euro in Gebäude, Infrastruktur und die Weiterentwicklung ihrer Angebote.
„Wir haben ein wichtiges Etappenziel erreicht“, sagte Stiftungsvorstand Markus Bachmann. Die Umsetzung des 2023 erarbeiteten Konsolidierungsprogramms zeige Wirkung. In allen Bereichen seien Strukturen und Prozesse überprüft, angepasst und teilweise neu ausgerichtet worden. Ziel bleibe, die Angebote der Stiftung langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.
Einen besonderen Dank richtete die Stiftung an ihre Mitarbeitenden. „Sie haben die Veränderungen mitgetragen und mit Fachlichkeit, Engagement und persönlichem Einsatz den Kurswechsel möglich gemacht“, betont Markus Bachmann.
Zu den wichtigen Strukturmaßnahmen gehört die Neuaufstellung im Geschäftsfeld Gesundheit. Zum 1. Januar 2026 wurden die Orthopädische Klinik Volmarstein und das Evangelische Krankenhaus Hagen-Haspe in der Diakonische Kliniken Hagen-Volmarstein gGmbH zusammengeführt. Beide Standorte und ihre Namen bleiben erhalten. Durch gemeinsame Leitungsstrukturen und ein einheitliches Krankenhausbudget soll die medizinische Versorgung in der Region wirtschaftlich stabiler aufgestellt werden.
Auch das bisherige Geschäftsfeld Soziales wurde neu geordnet. Der Bereich mit mehr als 2.100 Mitarbeitenden und rund 180 Mio. Euro Umsatz wurde in die Geschäftsfelder Pflege und Teilhabe aufgeteilt. Die zentralen Dienstleistungszentren stehen seit Mitte 2025 unter einer einheitlichen Leitung.
Die Evangelische Stiftung Volmarstein hat gemeinsam mit dem Wuppertaler Sanitätshaus Curt Beuthel GmbH & Co. KG die „Volmarstein Orthopädietechnik und Sanitätshaus GmbH“ gegründet. Durch die Partnerschaft sollen das Volmarsteiner Know-how sowie die Versorgung in den Bereichen Sanitätshaus, Klinikversorgung, Orthopädietechnik und Orthopädieschuhtechnik langfristig gesichert werden; die Standorte in der Orthopädischen Klinik Volmarstein und in Grundschöttel bleiben erhalten.
Positive Weiterentwicklung 2025
Neben notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen gab es 2025 wichtige fachliche Weiterentwicklungen. Im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe eröffnete die neue Klinik für Geriatrie. In Volmarstein zogen die Bewohner*innen aus dem Haus Magdalena in das neue Liselotte-Funcke-Haus um; dadurch stehen nun 80 Pflegeplätze für ältere Menschen zur Verfügung. In Witten-
Bommern startete eine neue Eltern-Kind-Einrichtung, und in Wetter-Wengern entstand ein inklusives Wohnprojekt für 16 erwachsene Menschen mit Behinderung.
Auch die erste Diakonische Jahreskampagne der Stiftung setzte ein starkes Zeichen. Unter dem Titel „Lass uns über den Tod reden“ fanden mehr als 70 Veranstaltungen mit rund 1.500 Besucher*innen statt. Für 2027 ist eine weitere Jahreskampagne geplant. „Es gehört zu unserem diakonischen Auftrag, Themen anzusprechen, die Menschen bewegen und die in unserer Gesellschaft oft zu wenig Raum bekommen“, betonte Dr. Burbach.
Ausblick 2026
Für 2026 blickt die Stiftung weiter nach vorn. Wichtige Themen sind der Einzug in die neue Senioreneinrichtung Jörn-Kreke-Haus in Hagen-Haspe, weitere Investitionen in Wohnqualität für Menschen mit Behinderung sowie das 50-jährige Bestehen des Berufsbildungswerks und des Werner-Richard-Berufskollegs. Zugleich mahnt die Stiftung verlässliche Rahmenbedingungen für das Gesundheits- und Sozialwesen an. „Statt pauschaler Kürzungen brauche es eine zielgerichtete Reformpolitik, die den notwendigen strukturellen Wandel unterstützt“, so Markus Bachmann.
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Stiftungsratsvorsitzender Dr. Hans Adolf Burbach (li.) und Vorstand Markus Bachmann von der Ev. Stiftung Volmarstein auf der Dachterrasse des neuen Liselotte-Funcke-Hauses.