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Oldtimer-Rallye mit Herz

Oldtimer-Rallye mit Herz

Rund 100 Jugendliche aus BBW und Werner-Richard-Berufskolleg gingen gemeinsam mit engagierten Fahrer*innen auf Tour durch den Ennepe-Ruhr-Kreis.

„Lass uns die Strecke mal durchgehen“, sagte Erich Bühren zu seine Copiloten Jean-Louis Wünschel. Der Senior aus Sprockhövel war mit seinem bildschönen Isabella Cabrio von 1959 zur Oldtimertour nach Volmarstein gekommen. Seinen Mitfahrer kennt er schon aus dem vergangenen Jahr und „fachsimpelt“ mit ihm per Du. Jean-Louis Wünschel, ist Schüler am Werner-Richard-Berufskolleg und einer von rund 100 Jugendlichen, die mit Oldtimern auf Tour gehen durften.

Die 38 alten Schätzchen waren echte Hingucker: Laetitia Eschke, die eine Berufserkundung im Berufsbildungswerk Volmarstein absolviert, durfte z.B. in der „Tin Lizzy“ (dt. „Blechliesel“) von 1915 am Steuer sitzen und die Hupe drücken. Und Joachim Böhnen, Ausbilder der Druck- und Medientechnik im BBW, hatte schon bei der Anfahrt zur Rallye drei begeisterte Auszubildende in seinem coolen Plymouth Duster von 1970.

Erich Bühren und sein Copilot Jean-Louis Wünschel im Isabella Cabrio von 1959.

Die Ausfahrt mit den jungen Menschen, die mit persönlichen und gesundheitlichen Herausforderungen kämpfen, ist für die Oldtimer-Fans eine Herzensangelegenheit. Viele sind nicht zum ersten Mal zur Ev. Stiftung Volmarstein gekommen, um das zu erleben. „Es macht richtig Freude, mit den Jugendlichen zu fahren“, sagt Erich Bühren. Mit röhrenden Motoren und strahlenden Gesichtern ging es dann auf die rund 35 Kilometer lange Strecke. „Die Jugendlichen sind dabei nicht nur Mitfahrer*innen, sondern helfen aktiv bei der Navigation“, betont Ernst Schumacher vom Werner-Richard-Berufskolleg.

Die Oldtimer-Tour ist seit Jahren eine große Gemeinschaftsaktion engagierter Menschen. Die Organisation übernahm erneut Hans-Ullrick Külpmann. Der Oldtimer-Fan aus Wetter warb wochenlang bei Treffen und Stammtischen für die Veranstaltung, sammelte die Anmeldungen und plante die Strecke über abgelegene Straßen im Ennepe-Ruhr-Kreis. Dank Nils Roschin, der auf den letzten Drücker drei seiner eigenen Oldtimer an den Start brachte und der durch persönliche Kontakte weitere vier Fahrer gewinnen konnte, hatten mehr unserer Oldtimer-Fans das Glück, auch einen Platz für die Fahrt zu Abus zu ergattern. Vielen Dank dafür.

Die Firma ABUS unterstützte die Aktion in vielfältiger Weise: Geschäftsführer Christian Bremicker nahm selbst mit einem Oldtimer teil, Mitarbeitende halfen bei der Organisation und nach der Rallye lud das Unternehmen alle zum Barbecue ein. Auch Andreas Schnell, Inhaber der Zimmerei Schnell aus Volmarstein, engagierte sich erneut, brachte einen alten amerikanischen Truck mit und gewann weitere Fahrer*innen für die Ausfahrt. Die Firma Ortwein organisierte den Rücktransport der Jugendlichen mit einem Bus. Zudem unterstützten viele Lehrkräfte des Werner-Richard-Berufskollegs die Veranstaltung.

Einige Fahrer verbindet mit der Ev. Stiftung Volmarstein mehr als die Begeisterung für Oldtimer: Hans-Ullrick Külpmann absolvierte in den 1970er Jahren seinen Zivildienst im Oskar-Funke-Haus. Und Erich Bühren freut sich noch heute über das neue Kniegelenk, das er vor Jahren in der Orthopädischen Klinik Volmarstein erhielt.

Fotos

  • Laetitia Eschke, die eine Berufserkundung im Berufsbildungswerk Volmarstein absolviert, in der „Tin Lizzy“ (dt. „Blechliesel“) von 1915.
  • Erich Bühren und sein Copilot Jean-Louis Wünschel fuhren gemeinsam im Isabella Cabrio von 1959.

Jubiläums-Sommerfest mit Ehemaligentreff: BBW und WRBK feiern 50 Jahre

Jubiläums-Sommerfest mit Ehemaligentreff: BBW und WRBK feiern 50 Jahre

Das gemeinsame Sommerfest des Berufsbildungswerks Volmarstein (BBW) und des Werner-Richard-Berufskollegs (WRBK) steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des 50. Jubiläumsjahres. Am Samstag, 4. Juli 2026, sind aktuelle und ehemalige Teilnehmende, Mitarbeitende, Familien, Freundinnen und Unterstützerinnen von 13 bis 18 Uhr zum Feiern eingeladen.

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Viele Bereiche und Mitarbeitende bringen sich mit großem Engagement in die Planung des Festes ein. Entstehen soll ein bunter Nachmittag voller Begegnungen, Musik und gemeinsamer Erinnerungen.

Ein besonderes Highlight wird die große Jubiläumstombola sein. Dabei warten 50 Hauptpreise sowie rund 1.000 Kleinpreise auf die Gewinner*innen. Zusätzlich gibt es drei Sonderpreise, die ausschließlich für Teilnehmende von BBW und WRBK vorgesehen sind und ohne Loskauf gewonnen werden können.
Auch kulinarisch dürfen sich die Gäste auf ein vielfältiges Angebot freuen: Neben klassischen Grillspezialitäten gibt es vegetarische und vegane Speisen, Flammkuchen, Kaffee, Kuchen und Waffeln, eine Eis- und Candybar, Softeis, frisches Obst sowie Quesadillas.

Für musikalische Stimmung sorgen die hauseigene Band „Kraftzwerg“ sowie der Jugendspielmannszug. Die Band wird dabei auch die BBW-Hymne spielen, die eigens zum Jubiläumsjahr präsentiert wird.
Geplant sind außerdem die Ehrung der „Laufwunder“ sowie das beliebte „Spiel ohne Grenzen“. Familien und Kinder erwartet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken und Torwandschießen. Die Gärtnerei lädt zudem wieder zum Pflanzenverkauf ein.

Schon jetzt ist die Vorfreude auf das Jubiläums-Sommerfest groß. Und vielleicht wartet auf die Besucher*innen ja auch noch die ein oder andere Überraschung.

Schake GmbH spendet 50 Pylonen fürs Werner-Richard-Berufskolleg

Schake GmbH spendet 50 Pylonen fürs Werner-Richard-Berufskolleg

Praktische Unterstützung für den Schulalltag: Die Schake GmbH hat dem Werner-Richard-Berufskolleg
(WRBK) 50 blau-weiße Pylonen gespendet. Die Übergabe fand auf dem Firmengelände im Schöllinger Feld
statt. „Wir freuen uns sehr darüber“, betonte Christof Hoffmann, Leiter der Förderschule der Evangelischen
Stiftung Volmarstein. Die Pylonen sollen künftig vielseitig eingesetzt werden – etwa bei
Sportveranstaltungen oder im Rahmen von Kursen für den Mofa-Führerschein.

Auf die Idee zu dieser Spende kam die Firma durch den WRBK-Schüler Jonas Bürgener, der bei dem
international agierenden Unternehmen für Absperrtechnik ein dreiwöchiges Betriebspraktikum absolviert
hatte. „Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, lobte Schake-Mitarbeiter Jörg Haslinde.

Foto: Bei der Übergabe der Pylonen (v.l.): Schulleiter Christof Hoffmann, Schake-Mitarbeiter Dominik Pol,
Praktikant Jonas Bürgener sowie die Schake-Mitarbeiter Jörg Haslinde und Daniel Gutmann.

Unterstützen Sie die „Wege ins Leben“

Unterstützen Sie die „Wege ins Leben“

Gemeinsam für die Zukunft junger Menschen

Im Berufsbildungswerk unterstützen wir junge Menschen, die mit persönlichen und gesundheitlichen Herausforderungen kämpfen, auf ihrem Weg zu einer erfolgreichen Ausbildung. Unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich täglich dafür ein, jedem Einzelnen die Teilhabe am Leben und an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Es geht um mehr als nur Barrierefreiheit – es geht um echte Teilhabe, um die Chance, selbstbestimmt und gleichberechtigt im Leben zu stehen. In unserem Jubiläumsjahr feiern wir genau diese „Wege ins Leben“, die wir jungen Menschen jeden Tag eröffnen.

Unter dem Motto „Wege öffnen. Leben bewegen.“ möchten wir auch in Zukunft jungen Menschen die Möglichkeit geben, selbstständig zu leben und zu lernen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung!

Helfen Sie uns, die Zukunft dieser jungen Menschen zu gestalten. Ihre Spende macht einen Unterschied!

https://bbw-volmarstein.de/spenden

Flower-Power in Volmarstein

Flower-Power in Volmarstein

Berufsbildungswerk Volmarstein und Werner Richard Berufskolleg feiern einer bunten Motto-Woche zum 50. Geburtstag

Lehrkräfte mit bunten Perücken und Fransen-Shirts, Ausbilder*innen auf Rollschuhen, Azubis in Blumenhemden mit Capri-Sonne in der Hand: Eine Woche lang war das Berufsbildungswerk Volmarstein gemeinsam mit dem Werner-Richard-Berufskolleg fest in den 70ern angekommen.

Mit viel Kreativität und einer Menge Spaß feierten beide Einrichtungen ihren 50. Geburtstag – und das mit einer Motto-Woche, die von allen getragen wurde. „Meine Mutter war 1976 noch nicht mal geboren“, erzählt eine Auszubildende aus der Gärtnerei lachend. „Da mussten wir erst mal recherchieren, was damals angesagt war.“ Schnell war klar: Nelken gehören dazu – und eine Pflanzaktion mit Grünlilien, dem Klassiker unter den Topfpflanzen.

In der großen Pausenhalle war jeden Tag etwas los. Es wurde gebastelt, getanzt und gesungen – und natürlich auch gegessen. Klassiker wie Kalter Hund, Toast Hawaii oder Schinken-Spargelröllchen kamen bestens an. Abends ging es weiter mit Film, Spiel und Musik: Die „Rocky Horror Picture Show“, „Der große Preis“ und eine 70er-Disco sorgten für beste Stimmung.

Ein Highlight war die Fotoaktion: Die Auszubildenden aus der Mediengestaltung entwarfen nicht nur Plakate, sondern auch eine eigene Fotowand. Mit passenden Kostümen entstanden viele kreative und witzige Bilder – Erinnerungen an eine Woche, die zeigt, wie viel Ideen, Engagement und Gemeinschaft in Volmarstein stecken.

Der 50. Geburtstag ist übrigens nur eine von vielen Aktionen im Jubiläumsjahr. Neben der Motto-Woche ist das geplante Sommerfest ein Höhepunkt. Den 4. Juli sollten sich alle 70er-Fans schon mal vormerken. Denn Gäste sind herzlich willkommen.

Fotos:

  1. Beitragsbild – Voll 70er: Ausbilderin Sabine Neufelder (li) und Liana Majidi, die eine Berufsorientierung absolviert hatten eine Menge Spaß in der Motto-Woche.
  2. Die angehenden Mediengestaltenden Nathalie (li.) und Leo hatten eine Menge Spaß mit der Vorbereitung der Motto-Woche. Auch die Fotowand, vor der sie hier stehen, haben sie selbst entworfen und gestaltet.

Silent Disco: Gemeinschaft, die Freiraum lässt

Silent Disco: Gemeinschaft, die Freiraum lässt

Im Jubiläumsjahr „50 Jahre Berufsbildungswerk Volmarstein und Werner-Richard-Berufskolleg“ wurde ein besonderes Veranstaltungsformat erlebbar: eine Silent Disco – organisiert vom Fachdienst Autismus. Rund 50 Teilnehmende kamen zusammen, um Musik auf ihre ganz eigene Weise zu erleben.

Drei Kanäle, fünf DJs und für alle der passende Sound: Über Kopfhörer konnten die Gäste zwischen unterschiedlichen Musikrichtungen wechseln. Welche Musik gerade lief, zeigte sich an den Farben der leuchtenden Kopfhörer. So entstand ein lebendiges Miteinander – individuell und doch verbunden.

Was die Silent Disco besonders macht: Jede*r bestimmt selbst, wie laut es ist, welcher Musikkanal gewählt wird oder wann eine Pause guttut. Das schafft einen Rahmen, der gerade für Menschen im Autismus-Spektrum passend ist – weil Reize steuerbar bleiben und Überforderung vermieden wird.

Und so wurde an diesem Abend deutlich: Gemeinschaft kann ganz unterschiedlich aussehen. Trotz „stiller“ Disco wurde gelacht, getanzt – und an manchen Stellen auch hörbar mitgesungen. Ein lebendiger Moment der Teilhabe, der zeigt, wie Inklusion im Alltag gelingen kann: offen, respektvoll und mit Freude am gemeinsamen Erleben.