In der SIHK Hagen fand der Berufsinfotag für Schülerinnen mit Unterstützungsbedarf statt. Die Ev. Stiftung Volmarstein war dort mit der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) und dem Berufsbildungswerk sowie dem Werner-Richard-Berufskolleg vertreten. Rund 300 Schülerinnen aus Förderschulen und Schulen des Gemeinsamen Lernens nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren.
Diana Roothaer und Dominic Krämer vom Berufsbildungswerk Volmarstein gaben Einblicke in die berufsvorbereitende Maßnahme, in der gemeinsam mit den jungen Menschen eine berufliche Perspektive entwickelt wird. Einblick in ihre Ausbildung gaben Azubis des Fachbereichs Metall: Emre Can Gül, David Frohn und Leon Drake beschrifteten per Laser Flaschenöffner und versahen diese auf Wunsch der begeisterten Besucher*innen mit deren Namen oder Initialen. Selbstverständlich durften die beschrifteten Metallstücke dann behalten werden. Ernst Schumacher, stellvertretender Schulleiter des Werner Richard-Berufskollegs, informierte über mögliche schulische Angebote der Förderberufskollegs.
Martina Böllhoff, Mitarbeiterin der WfbM, sowie ein Team vom Sozialen Dienst informierten über die verschiedenen Arbeitsbereiche, die in der Werkstatt möglich sind. Sie stellten den interessierten Schüler*innen einige Eigenproduktionen und Produktionsarbeiten vor, wie z. B. Grußkarten und Kabel, die mit Lüsterklemmen verbunden werden.
„Diese Veranstaltung bietet viele Chancen“, waren sich Dominic Krämer, Diana Roothaer und Ernst Schumacher einig. „Wir hatten viele interessierte Schülerinnen und Schüler am Stand, die von den zahlreichen nicht-inklusiven Berufsinformationsveranstaltungen nicht wirklich profitieren. Diese Veranstaltung hingegen ist genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und bietet vielfältige Informationen und Beratung“, so Diana Roothaer. „Zudem haben wir hier die Möglichkeit, uns mit Kooperationspartnern zu vernetzen und Praktikumsplätze für die Schülerinnen zu gewinnen. Nach den Schülerinnen der Förderschulen aus der Region kamen am frühen Abend die Eltern, informierten sich und stellten den Expert*innen viele Fragen zur möglichen Zukunft ihrer Kinder.
Sie sind auf dem Weg zum Kaufmann für E-Commerce, Technischen Produktdesigner, Elektroniker, Fachlageristen, Gärtner, Hauswirtschafter oder Mediengestalter. Voller Erwartung auf die kommenden drei bis dreieinhalb Jahre begannen 48 junge Menschen ihre Ausbildung am Berufsbildungswerk der Evangelischen Stiftung Volmarstein.
Alle Auszubildenden im Berufsbildungswerk streben einen Abschluss bei der Industrie- und Handelskammer oder der Landwirtschaftskammer an, um dann als Fachkräfte auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig zu werden. „Für junge Menschen mit Behinderungen ist der Weg steiler, als für andere Azubis“, weiß Ausbildungsleiter Roland Kompalka. Daher erhalten Sie im Volmarsteiner Berufsbildungswerk auch neben der praktischen Ausbildung eine enge pädagogische, psychologische und medizinische Begleitung.
Ein weiterer wichtiger Baustein sind Praktika in externen Betrieben. Die Nähe zu Betrieben auf dem ersten Arbeitsmarkt ist für die Auszubildenden ein sehr wichtiger Faktor. Teilweise sind unsere Auszubildenden bis zu sechs Monate und auch länger in Kooperationsbetrieben. Dort werden sie praktisch ausgebildet und sammeln wichtige Erfahrungen für das zukünftige Berufsleben. „Oft werden hier wichtige Kontakte für die Zukunft geknüpft“, weiß Roland Kompalka. Zurzeit sind im Berufsbildungswerk 220 Auszubildende und 90 junge Menschen in der Berufsvorbereitung oder Eignungsabklärung. Insgesamt 35 Berufe stehen zur Auswahl.
Der theoretische Unterricht läuft im angrenzenden Werner-Richard-Berufskolleg. Neben den neuen Auszubildenden begrüßte Schulleiter Christof Hofmann 57 neue Schüler*innen, die in Vollzeit ihren Schulabschluss machen.
Über 30 echte Hingucker gab es zu sehen. Oldtimer-Freunde aus Alt-Wetter, Volmarstein und Hagen trafen sich bei bestem Wetter zu einer Rallye. Einsteigen durften auch junge Erwachsene, die in Volmarstein eine Ausbildung machen oder das Berufskolleg besuchen. Die ließen sich nicht lange bitten und genossen den besonderen Ausflug in vollen Zügen.
Danke an alle, die das möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank an unseren ehemaligen Mitarbeiter Werner Walther für die Organisation und an Christian Bremicker, Geschäftsführer der Firma ABUS, der nach der Rallye zu Grillwürsten und Eis einlud.
Berufsbildungswerk und Werner-Richard-Berufskolleg boten ein buntes Angebot für ihre Gäste.
Die Gesichter strahlten mit der Sonne um die Wette: Beim Sommerfest des Berufsbildungswerks und des Werner-Richard-Berufskollegs am vergangenen Samstag in Volmarstein traf sich Jung und Alt und genoss die ausgelassene Stimmung. Alle Bereiche hatten gemeinsam mit den Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern Aktionsstände vorbereitet, organisierten Smoothie- und Candybar, Grill- und Kuchenstände sowie ein tolles Programm mit Livemusik.
Wunderschöne Blumen oder selbstgemachte Gewürzmischungen konnten die Gäste zum Beispiel kaufen. Wer eine ruhige Hand hatte, testete im Elektrobereich seine Geschicklichkeit. Kreativität war beim Gestalten von Postkarten gefragt. Und die Sportlichen konnten sich an der Torwand ausprobieren. Viele Angehörigen nutzen die Gelegenheit, Volmarsteiner Luft zu schnuppern. Auch viele ehemalige Auszubildende verabredeten sich mit ihren Jahrgängen und schwelgten in Erinnerungen.
„Danke an alle, die so engagiert an den Ständen, auf der Bühne und auch im Hintergrund dieses Fest möglich gemacht haben“, betonte Geschäftsbereichsleiterin Sabine Riddermann. „Es war ein großartiger Tag, der ganz viele Menschen zusammengebracht hat und allen ein tolles Fest bescherte.“
Angehende Mediengestalterin baut mit am Internetauftritt ihrer Schule.
Das Werner-Richard-Berufskolleg (WRBK) hat eine neue Homepage. Unter der Adresse berufskolleg-volmarstein.de stellt sich die Schule der Evangelischen Stiftung Volmarstein vor, an der junge Menschen mit Körperbehinderung und Autismus-Spektrum-Störung unterrichtet werden.
Klare Struktur, kurze und verständliche Texte, aussagekräftige Bilder – das sind Kennzeichen des professionell gelungenen Internetauftritts. Die technische Umsetzung lag bei Julia Saul. Sie absolviert im Berufsbildungswerk Volmarstein (BBW) eine Ausbildung zur Mediengestalterin digital. Ihr Berufsschulunterricht findet am WRBK statt, das sich unter einem Dach mit dem BBW befindet. „Es hat Spaß gemacht, für die eigene Schule die Homepage zu bauen“, sagt die 24-jährige Dortmunderin, für die solche Aufgaben später zum Berufsalltag gehören werden.
Vor der konkreten Umsetzung hatte eine Projektgruppe das Konzept für die neue Homepage erarbeitet. „Wir wollen ein breites Spektrum von Nutzern ansprechen“, erklären die Lehrkräfte Jennifer Pahne und Helge Tersteegen. Dazu gehören potenzielle Schülerinnen und Schüler, Eltern und abgebende Schulen, aber auch Kostenträger wie die Agentur für Arbeit und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.
Layout und Optik der neuen WRBK-Seite entsprechen dem Internetauftritt des BBW. Der war zuerst erstellt worden, und zwar auch von Auszubildenden. „Das einheitliche Erscheinungsbild ist wichtig, weil beide Einrichtungen eng miteinander verbunden sind“, so Andreas Döschner, Ausbilder in der Druck- und Medientechnik des BBW. Bei beiden Projekten hat er die Auszubildenden tatkräftig unterstützt.
Volmarsteiner Berufsbildungswerk und Berufskolleg sagen DANKE
Bei einer gemeinsamen Mittagspause im großen Kreis wurden im Berufsbildungswerk (BBW) und im Werner-Richard-Berufskolleg (WRBK) der Evangelischen Stiftung Volmarstein alle noch vorhandenen Corona-Schutzmasken eingesammelt. Die Aktion, die mit einem kleinen Event verbunden war, stand symbolisch für das offizielle Ende der Pandemie. „Und es ist die Zeit, danke zu sagen, dass Sie alle so Großartiges geleistet haben während der Corona-Krise“, sagte Christof Hoffmann, Leiter des Werner-Richard-Richard-Berufskollegs.
In geselligen Runden saßen Mitarbeitende, Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler an Tischen in der Sporthalle zusammen, um gemeinsam die Mittagspause zu genießen. Aus der eigenen Hauswirtschaft gab es für alle Grillwürstchen und Nudelsalat sowie Getränke. Christof Hoffmann erinnerte an den Beginn der Pandemie: „Wenn dieser ganze Mist vorbei ist, machen wir eine Party“, hatte er gesagt, als er seinerzeit zum BBW-internen Krisenteam gehörte. Jetzt war es so weit.
Die beiden Lockdowns während der Corona-Krise hatten BBW und WRBK vor enorme Herausforderungen gestellt. Rund 220 Mitarbeitende mussten den Ausbildungs- und Schulbetrieb für rund 450 junge Menschen mit Behinderung unter schwierigsten Bedingungen aufrechterhalten. Das galt beispielsweise für Auszubildende bzw. Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung. Denn auch sie mussten aus der Distanz zuhause unterrichtet bzw. psychologisch betreut werden, obwohl gerade für sie die vertrauten Abläufe vor Ort in Volmarstein enorm wichtig sind.
Beim Grillevent herrschte nun wieder ausgelassene Alltags-Stimmung, die in den beiden Bildungs-Einrichtungen für viele junge Menschen typisch ist. In einer gläsernen Vase wurden Corona-Schutzmasken gesammelt. Einige besonders ausgefallene Exemplare stammten sogar aus der Anfangszeit der Corona-Zeit und waren noch selbst genäht, z.B. aus ausrangierter Bettwäsche. Was damals eine ernste Angelegenheit war, sorgte nun vielfach für ein Schmunzeln.